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Review


http://www.sonny1968.de (06.01.2005)

 
     
     
   
     
     

 
 

RUBBISH lassen sich nicht sonderlich leicht in der großen Hard Rock-Schublade eingrenzen, denn ihr Sound lässt sich weder mit dem traditionellen, noch mit modernen Sound des Genres umschreiben.

Vielmehr haben sie meines Erachtens beide Komponenten - gewürzt mit einer gehörigen Portion Wave-Rock - verdammt gut in Einklang gebracht und somit ihr ziemlich eigenständiges Ding kreiert, das die Band selbst liebevoll mit Rub-Pop umschreibt. Aber keine Angst, denn die Scheibe hat nicht sonderlich viel mit herkömmlichen oder ausgelutschten Pop zu tun, denn das Album-Debüt der Münsteraner rockt an allen Ecken und Enden. So geht der Vierer auf "A Kind Of Art" mal doomlastig ("Sojuz I - The Death Of Komarov"), tragisch-hymnisch ("Drought") oder mal schleppend-verträumt - wie im Falle der Ballade "How Does It Feel?" - zu Werke. Das Ganze wird dann wohldosiert in ein modernes Soundbecken - bespickt mit faszinierenden Samples und prickelnden Loops - eingetaucht.

Durch die schweren prägnanten Riffs vom Gitarrenduo Schnabel/ Barth, das ausdruckstarke Organ von Sänger/ Bassist Carsten Püttmann, der gelegentlich an Peter Heppner (WOLFSHEIM) erinnert, und die punktgenauen Rhythmus-Arbeit von Schlagzeuger JK Maatje wird "A Kind Of Art" zu einem sehr abwechslungsreichen Klangerlebnis.

An diesem wohlgelungenen Endergebnis ist ein gewisser Michael Voss (CASANOVA/ SILVER/ ex-DEMON DRIVE) nicht ganz unschuldig, denn schließlich hat der ausgebuffte Musiker/ Komponist/ Producer nicht nur die würzigen Keyboard-Parts beigesteuert, sondern der Band auch produktionstechnisch ordentlich unter die Arme gegriffen. Als weitere Anspieltipps möchte ich Euch die lässig schlendernde Version des KIM WILD-Hits "Kids In America", die ordentlich Fett in der Bratpfanne hat, und die beschauliche Acoustic-Nummer "Beyond" empfehlen.

Warum RUBBISH allerdings für dieses Album noch keinen Plattendeal an Land ziehen konnte, erscheint mir äußerst schleierhaft.

Sonny